Experten-Interview: Ingwer in der traditionell chinesischen Medizin

Johannes Bernot ist Experte im Bereich der traditionell chinesischen Medizin, kurz TCM. Sein Studium der chinesischen Medizin an der Yunnan University of Chinese Medicine und an der Guangxi University of Chinese Medicine hat er erfolgreich mit dem Master of Medicine abgeschlossen. Aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit in der TCM Klinik in Bad Kötzting kann er nicht nur auf theoretische, sondern auch auf praktische Erfahrung zurückgreifen. 

Im Gespräch mit dem Experten Johannes Bernot  

Herr Bernot, Sie haben viele Jahre in China studiert und auch dort gelebt. Was haben Sie aus dieser Zeit mitgenommen? Dass Medizin nicht etwas ist, das man nur in Anspruch nimmt, wenn man schon sehr krank ist, sondern dass es viele gute und natürliche Wege gibt Krankheit bereits im Vorfeld zu verhindern. Allen voran hier eine gute Lebensführung mit guter gesunder Ernährung.

Welche Beweggründe haben dazu geführt, dass Sie sich für ein Studium der TCM entschieden haben? Gab es einen bestimmten Auslöser oder hat Sie das Thema schon immer interessiert? In meiner Familie gibt es viele Mediziner. Allen voran hat mich mein Großvater darin bestärkt die Chinesische Medizin zu studieren. Er meinte, die traditionellen Medizinsysteme können dem heutigen Menschen sehr viel bieten was durch die Schulmedizin nicht adäquat abgedeckt werden kann. Und genau dieser Ansatz wird auch in China verfolgt. Eine effiziente und harmonische Verbindung von Schulmedizin und Chinesischer Medizin. Und das hat mich letztendlich überzeugt.

Unterscheidet sich die Praxis der TCM in China von der TCM innerhalb Europas? Das tut sie tatsächlich. In China ist die chinesische Medizin eine sehr pragmatische und am Patienten orientierte Medizin. Im Westen scheinen viele das Bedürfnis zu haben diese in sich sehr gute und affektive Medizinsystem mit esoterischen Inhalten aufpeppen zu müssen. Das ist meiner Meinung nach völlig unnötig. Ich ziehe es vor Probleme so anzugehen wie sie sich präsentieren und den besten Weg für meine Patienten zu finden.

Ingwer ist in der asiatischen Küche schon seit vielen Jahren fester Bestandteil. Auch in Europa ist die scharfe Knolle inzwischen bei Alt und Jung bekannt. Durch seine wärmende Wirkung wird Ingwer zudem als Heilpflanze eingesetzt. In der Traditionell chinesischen Medizin ist er deshalb fester Bestandteil der Behandlung. Der Knolle wird in der TCM insbesondere für die Bereiche Milz, Magen und Lunge eine Heilwirkung nachgesagt. Durch den wärmenden Effekt ist Ingwer insbesondere für seine Schärfe bekannt. Die Knolle wird in vielen Ländern außerdem oftmals als ein pflanzliches Wunderheilmittel angepriesen. Stimmen Sie dem zu? Der Ingwer ist tatsächlich eine sehr wirkungsvolle Arznei. Egal, ob gepresst als Saft, frisch geschnitten oder getrocknet. Er findet Anwendung in sehr vielen Rezepturen der chinesischen Medizin. Eine Medizin ohne Ingwer wäre wohl sehr eingeschränkt.

Gibt es denn Situationen, in denen Sie von dem Konsum von Ingwer eher abraten würden? Kann Ingwer zum Beispiel problemlos während einer Schwangerschaft konsumiert werden? Generell ist der Ingwer hervorragend verträglich. Bei geschwächten Patienten, welche die Schärfe nicht vertragen, sollte man abraten. Abgesehen davon können es alle getrost einnehmen. Bei Schwangeren ist der Ingwer wie eine kleine Geheimwaffe. Es ist eines der wenigen Mittel, die bei Schwangerschaftsübelkeit eine Linderung verschaffen können. Hier ist besonders der Ingwersaft wirksam.

Wie sieht es mit der Verzehrmenge aus? Gibt es eine maximale Menge an Ingwer, die ein gesunder Mensch zu sich nehmen darf oder wie lautet Ihre Verzehrempfehlung? Wenn es als Arznei gegeben wird, gelten 30 g pro Portion als eine obere Grenze. Jedoch, da Ingwer so gut verträglich ist, muss man sich eigentlich keine Sorgen machen. Durch die Schärfe reguliert sich die eingenommene Menge quasi natürlich von selbst.Die Schärfe des Ingwers hat positive Auswirkungen auf die Lunge und den Magen. Auch bei akuten Erkältungskrankheiten wird die Wunderknolle oftmals als Tee zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. 

Welche weiteren Behandlungsmöglichkeiten bietet die TCM in Bezug auf Ingwer? Wie wird Ingwer in der TCM angewandt und welche Vorteile ergeben sich daraus für den Behandelnden? Welche Erkrankungen können durch Ingwer behandelt werden? Hier kann ein breites Spektrum behandelt werden. Meist jedoch in Kombination mit anderen pflanzlichen Arzneimitteln.

Ich gebe Ihnen ein paar Beispiele:
Ingwer wird häufig zur Behandlung von Erkältungen im Frühstadium verwendet. Aufgrund seiner milden Wirkung sollte es bei stärkerer Ausprägung der Erkältung mit weiteren Arzneien, die das Schwitzen einleiten, kombiniert werden.
Ingwer wärmt von innen und ist ein hervorragendes Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen verschiedener Ursachen. (Reiseübelkeit, verdorbenes Essen, Schwangerschaftsübelkeit, Folgen der Chemotherapie und Nervosität, usw.)
Er aktiviert die Lunge und hilft Husten zu lindern. Vor allem bei Husten aufgrund einer Erkältung. Aber auch bei chronischem Husten mit Schleimbildung.

Die Knolle wird aber auch gerne verwendet, um die Verträglichkeit anderer Arzneimittel zu erhöhen und den Körper vor Nebenwirkungen zu schützen. Weiterhin schützt Ingwer das gastrointestinale System, indem es die Bildung der Schleimhäute im Magen fördert. Es führt zu einer vermehrten Sekretion von Magensäure und erhöht die Bewegung des Darms. Ingwer nützt aber auch hervorragend bei Erkrankungen wie Arthritis. Selbst eine äußerliche Anwendung von frisch gepresstem Ingwersaft hat positive Wirkungen bei Vitiligo und Verbrennungen der Haut.

Wir bei Ingwer-Buddl achten bei dem Einkauf unseres Ingwers auf reinste Bio-Qualität. Wie wichtig ist die Qualität des Ingwers bei der Anwendung in der TCM? Sehr wichtig. Je höher die Qualität, desto besser die Effekte die erzielt werden können.Aus diesem Grund raten wir unseren Patienten sehr häufig zu Ingwersaft aus kontrolliertem Anbau. Unserer Meinung passen Ingwer und Zimt hervorragend zusammen. Sowohl Ingwer als auch Zimt gelten als wärmend und gesundheitsfördernd und ergänzen sich deshalb nicht nur geschmacklich, sondern auch aus der gesundheitlichen Perspektive sehr gut.

Wie stehen Sie zu dieser Kombination? Diese Kombination ist nicht nur geschmacklich hervorragend. Auch medizinische erweitert der Zimt das Spektrum des Ingwers ungemein.Der Ingwer regt das Lebensfeuer an und wir bei vielen Krankheiten angewendet. Beispiele umfassen Bauchschmerzen, Menstruationsschmerzen, Verdauungsstörungen, Kurzatmigkeit, sexuelle Dysfunktionen, Hautbeschwerden und Herzproblemen. Außerdem wirkt Ingwer Immunstimulierend und antibiotisch. Jedoch muss man mit dem Zimt in der Schwangerschaft aufpassen.

Zum Abschluss möchten wir natürlich noch wissen: Wie sind Sie auf Ingwer-Buddl aufmerksam geworden? Auf unserem Wochenmarkt in Hamburg-Volksdorf stand eines regnerischen kalten Tages ein sympathischer Stand mit der Ingwer-Buddel. Ich habe das gesehen und dachte sofort „Ach, wie passend!“. Ich durfte einen Schluck probieren. Das war so gut, erfrischend, wärmend und angenehm anregend, dass ich sofort eine große Flasche mitgenommen habe. Die hielt nicht lange. Die ganze Familie hat mehrfach davon gekostet… bis die Flasche nach nur wenigen Tagen bereits ausgetrunken war. ☺ 

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